• 05Mar

  • 27Feb

    Gestern, 26. Februar 2009, 9 Uhr 30 mitteleuropäische Zeit: Ich befinde mich im Dekanat der Universität Fribourg, ziehe zwei dicke Dossiers und eine CD-ROM aus meiner Tasche und übergebe sie dem Prüfungsbeauftragten der wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Fakultät. Dieser bedankt sich, ich frage: “war das alles?”, er sagt: “ja” und ich verabschiede mich. Für mich ist die Reise zu Ende, jetzt muss sich mein Professor mit meiner Arbeit auseinandersetzen (und sie benoten). 

    Falls sonst noch irgendjemand Interesse an meinen Forschungsergebnissen hat: Bitte ein Mail an daniel.gremli(at)unifr.ch

  • 21Jan

    3 Wege, sich über Updates auf diesem Blog auf dem Laufenden zu halten:

    RSS-Feed: Den VIDEOVIREN-Feed kann man hier abonnieren. Voraussetzung ist ein Feed-Reader wie zum Beispiel jener von Google. Für alle, die nicht wissen, was ein RSS-Feed ist: In diesem YouTube-Video wirds erklärt.

    E-Mail-Abo: Ab sofort kann man dieses Blog auch per E-Mail abonnieren. Entweder hier klicken oder oben links auf dieser Seite das Formular ausfüllen.

    Twitter: Zu diesem Blog gibts auch einen Twitterstream, dem man “followen” kann und wo alle neuen Blog-Posts “getweetet” werden. Natürlich gibts auch zu Twitter ein YouTube-Video, wo der Dienst “in plain english” erklärt wird.

  • 03Jan

    Bis zum offiziellen Abgabetermin (3. Februar). Aber wie schon erwähnt gibts eine Verlängerungsoption bis Ende Februar. Die ich wohl wahrnehmen werde. Nicht, weil ich brutal im Rückstand bin, sondern damit ich genügend Zeit habe für den Feinschliff. (Und ja, ein bisschen im Rückstand bin ich auch, aber ich hole langsam wieder auf).

    Vor einem Monat habe ich eine Übersicht über meinen Theorieteil gegeben und dabei erwähnt, dass meine theoretischen Erkenntnisse auch Implikationen auf den empirischen Teil haben werden. Geplant war ja anfangs eine Umfrage. Geworden ist es eine Inhaltsanalyse (die übrigens bereits gut voranschreitet). Warum? Wie in meiner Theorieteil-Übersicht angekündet, habe ich mich damit beschäftigt, wie sich die Nachrichtenwert-Theorie auf virale Videos anwenden lässt. Dies hat sich bei näherer Betrachtung als sehr interessanter Ansatz erwiesen: So sind nämlich Nachrichtenfaktoren Relevanzindikatoren. Relevanz erzeugt beim Rezipienten Betroffenheit, er wird also emotional aktiviert. Und wer durch ein Video emotional aktiviert wird, tendiert dazu, dieses weiterzuleiten. Dies ist jetzt natürlich eine stark vereinfachte Begründung dieser Zusammenhänge, aber die Implikation ist klar: Sind in einem Video die Nachrichtenfaktoren stark ausgeprägt, hat dieses eine grössere Chance, sich viral zu verbreiten.

    Um dies zu untersuchen, analysiere ich die 100 erfolgreichsten Videos der letzten 365 Tage anhand von Nachrichtenfaktoren. Ich greife dabei auf etablierte Nachrichtenfaktoren zurück, habe aber nach einem Probedurchlauf meinen Nachrichtenfaktoren-Katalog auf mein Untersuchungsmaterial – virale Videos – angepasst. Erste Ergebnisse gibts bald. Natürlich hier.

  • 17Dec

    Klar, virale Videos sind ein sehr interessantes Thema für eine Lizentiatsarbeit. Aber leider kann auch ich nicht den ganzen Tag damit verbringen, mir auf YouTube Videos reinzuziehen. Manchmal muss auch ich mich mit so gestrigen Medien wie “Büchern” herumschlagen. Eine sehr trockene und unaufregende Beschäftigung, könnte man jetzt meinen. Doch manchmal kommen in solchen Büchern Sätze vor, die aufregender sind als jedes virale YouTube-Video. Perlen der Wissenschaftssprache, gewissermassen. Leuchttürme im nebelumhüllten Meer des Forschungsalltags. Hier ein Beispiel, das heute mein Herz zum Hüpfen gebracht hat:

    “Proximate Erklärungen verweisen auf die Aktualgenese von Emotionen, distale auf den ontogenetischen Aspekt und ultimate auf den phylogenetischen Aspekt der Emotionsentstehung.”

  • 03Dec

    In genau zwei Monaten, am 3. Februar 2009, ist der Abgabetermin für meine Arbeit. Es besteht allerdings die Option, die Frist bis Ende Februar zu verlängern. Trotzdem: Der steigende Zeitdruck wirkt sich positiv auf meine Produktivität aus. Der Theorieteil nimmt langsam Form an. Und: Meine Arbeit entfernt sich mehr und mehr vom im August abgegebenen Proposal, was aber wohl ein normaler Prozess ist. Hier eine kurze Übersicht, wie meine Arbeit (aus heutiger Sicht) etwa aufgebaut sein wird:

    Weiterlesen »

  • 25Oct

    Über 25 Millionen mal wurde dieses Video auf Youtube angeschaut. Es ist eines der erfolgreichsten viralen Videos, die je produziert wurden. Und damit ein schöner Einstiegsbeitrag für dieses Blog (zu dem es übrigens hier mehr zu erfahren gibt).

    Das Ronaldinho-Video ist ein Werbespot für Nike Football. Es wurde im Vorfeld der Weltmeisterschaft 2006 produziert und ausschliesslich ausschliesslich auf dem Internet veröffentlicht. Es ist davon auszugehen, dass die meisten Betrachter das Video nicht direkt auf Youtube gefunden haben, sondern über Blogs, E-Mails oder Instant-Messaging-Programme darauf aufmerksam gemacht wurden. Es gab also Leute, die das Video so gut fanden, dass sie es freiwillig weiterempfohlen haben. Diese Leute wurden zu Überträgern, und das Ronaldinho-Video mutierte zu einem Virus, mit dem Millionen von Internet-Nutzern infiziert wurden.

    Wie kam es so weit? War das Video so erfolgreich, weil niemand so richtig wusste, ob es “echt” ist oder ob da digital etwas nachgeholfen wurde? Wäre es auch so oft angesehen worden, wenn statt Ronaldinho irgend ein No-Name-Kicker zaubern würde? 

    Gibt es ein Rezept für solche Erfolge? Gibt es bestimmte Merkmale, die das Ronaldinho-Video mit anderen erfolgreichen Viral-Clips teilt? Welche Zutaten tragen dazu bei, dass aus einem Video ein virales Lauffeuer wird?

    Und hat dieser virale Erfolg der Marke Nike auch wirklich etwas gebracht? Konnte der Absatz von Fussball-Artikeln durch das Ronaldinho-Video gesteigert werden? Oder sind solche Filmchen zwar lustig anzusehen, bringen aber der Marke, die dahintersteht, nichts zählbares?

    Das sind viele Fragen. Der Abgabetermin für meine Lizentiatsarbeit ist der 3. Februar 2009. Bis dahin werde ich versuchen, möglichst viele dieser Fragen zu beantworten. In diesem Blog werde ich meine Suche nach Antworten dokumentieren. Und freue mich dabei natürlich über jeden Kommentar und jede Anregung.

   

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